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 Vielseitigkeitssport  für Gebrauchshunde                                          


Im vorigen Jahrhundert entstanden in Deutschland Rassehundevereine, die sich das Ziel gesetzt hatten, verwendungsfähige Diensthunde zu züchten.

Als Grundlage für die Auswahl der Zuchttiere wurden Schutzhundeprüfungen abgehalten.

Schon bald entwickelte sich aus den reinen Zuchtauswahlprüfungen der Anfangszeit der Schutzhundesport.

1974 wurde unser Hundesportverein gegründet. Das Haupttätigkeitsfeld war damals der Schutzhundesport.

Auch heute noch wird dieser Sport bei uns durch ambitionierte Hundesportler betrieben.

Für diese Hundesportart sind die Hunde der Gebrauchs-hunderassen wie z. b. Deutscher Schäferhund, Riesenschnauzer, Dobermann, Rottweiler, Belgischer Schäferhund besonders geeignet. Natürlich kann jeder andere geeignete Hund, mit und ohne Ahnentafel, bei uns an diesem Sport teilnehmen.

Um einen Hund in der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde vorzustellen, werden die Hunde in den

Prüfungsteilen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst intensiv trainiert.

Über Einzelheiten des Trainings und des Trainingsaufbaues geben unsere Übungsleiter und Helfer

gerne Auskunft. Nachstehend einige kurze Hinweise zu den Einzelnen Prüfungsteilen:

 


 

Abt. "A" (Fährtenarbeit)

Bei der Fährtenarbeit soll der Hund einer menschlichen Fährte durch Einsatz seines Geruchssinnes folgen und Gegenstände, die auf der Fährte durch den Fährtenleger abgelegt sind, anzeigen. Die Anzahl der Gegenstände und die Länge der abzusuchenden Fährte richten sich nach den entsprechenden Prüfungsstufen (VPG I-III, FH 1 und FH 2). Die Fährtenhundprüfung (FH 1, FH 2) sind spezielle Prüfungen bei denen der Hund nur in Fährtenarbeit vorgeführt wird. Vorrausetzung ist natürlich auch hier, die bestandene Begleithundprüfung.




Abt. "B" (Unterordnung)

Die Unterordnung oder der Gehorsam sind die Grundlage der gesamten Ausbildung eines Hundes. Sie ist die Erweiterung der Ausbildung zum Begleithund und wird von der SchH-Stufe I bis zur SchH-Stufe III immer anspruchsvoller.

Zu einer Vielseitigbkeitsprüfung gehört der Nachweis der Führigkeit des Hundes. Der Gehorsam bildet die Grundlage für das harmonische Zusammenwirken von Hundesportler/in.

Einzelheiten können Sie von unseren Übungsleitern erfahren.


 

Abt. "C" (Schutzdienst)

Bei der Ausbildung im Schutzdienst wird der vorhandene Spieltrieb des Hundes ausgenutzt und gezielt eingesetzt. Der Hund lernt auch unter extremem Bedingen auf die Hörzeichen seines Hundeführers zu reagieren.

Neben dem Einsatz bei der Jagd dient der Hund seit seiner Haustierwerdung dem Menschen als Beschützer seiner Person oder seines Eigentums. Sich für das Rudel einzusetzen, lernt der Welpe schon früh. Im Rahmen des Schutzdienstes wird diese ererbte Anlage genutzt und in ein sportliches Regelwerk eingebunden. Ganz entscheidend für diese Disziplin ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein sind die Vorbedingungen dafür, dass der Hund den geforderten Kampftrieb und Mut gepaart mit dem unabdingbaren Gehorsam zeigen kann. Ein Hund, der nicht in der Hand des Führers, steht und dessen Anweisungen keine Folge leistet, kann die VPG-Prüfung (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) genauso wenig bestehen wie einer, der im Schutzärmel nicht zufasst. Für die Leistungsfähigkeit eines gut veranlagten Hundes ist in dieser Sparte die sachgerechte Ausbildung unter guter Zusammenarbeit zwischen Hundeführer/in, Übungsleiter und Schutzdiensthelfer ausschlaggebend. Viel Zeit und Mühe muss investiert werden, bis der Hund die in der Prüfungsordnung geforderten Übungen von der Streife nach dem Helfer bis hin zum abschließenden Transport zum Leistungsrichter zuverlässig ausführt.







HSV Kappel- Grafenhausen  | hsvkappel@aol.com